Beschluss:

 

Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil ermächtigt den Bürgermeister, den Letter of Intent zum Ausbau der Region Hunsrück-Hochwald zur Bike-Region zu unterzeichnen. Verbunden mit der Zustimmung wird die Forderung zur Vorlage eines Gesamtkonzeptes, das einen Kostenrahmen sowie die Organisationsstruktur und Finanzierung enthält. Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil stellt klar, dass der Letter of Intent eine nicht kostenverbindliche Absichtserklärung darstellt.


 

Der Vorsitzende erläutert, dass ein Vertreter des Planungsbüros in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 15.06.2016 eine Analyse zum Radtourismus in der Nationalparkregion vorgestellt habe. Speziell auf die einzelnen Bausteine Nationalpark-Radrouten, neue Bike-Schleifen, Dachmarke Bike-Region und Bike-Event-Arena Idarkopf sei dabei eingegangen worden. Aufgrund der steigenden Tendenz Radreisender werde eine hohe Wertschöpfung prognostiziert. Abschließend verweist der Vorsitzende auf den Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, der empfehle, den Letter of Intent zu unterzeichnen.

 

Auf den Hinweis des Vorsitzenden eingehend, dass in diesem Jahr keine Haushaltsmittel bereitzustellen seien, fragt Ratsmitglied Dr. Queck nach, welche Kosten in Zukunft auf die Verbandsgemeinde Hermeskeil zukämen. Der Vorsitzende informiert, dass nach bisherigen Erfahrungswerten der Ausbau einer Mountainbike-Strecke rund 50 Euro pro laufendem Meter Strecke kostet. Konkrete Zahlen seien aber entsprechend der Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses noch zu ermitteln. Grundsätzlich sei er aber der Auffassung, dass es sich die Verbandsgemeinde Hermeskeil nicht leisten könne, sich nicht am Ausbau der Region Hunsrück-Hochwald zur Bike-Region zu beteiligen.

 

Ratsmitglied Gemmel mahnt an, dass es leichtfertig sei, der Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses ohne vorherige Vorlage eines Kostenplanes zu folgen. Dem stimmt Ratsmitglied Dr. Queck zu.

 

Ratsmitglied Heck bemängelt die fehlende Struktur und Koordination des gesamten Regionalmanagements innerhalb des Nationalparks. Von der Sache stimme er dem vorgestellten Projekt zu, schließe sich aber der Meinung der Vorredner zu der notwendigen Kostenermittlung an.

 

Ratsmitglied Barthen ergänzt, dass die betroffenen Kommunen zunächst zu beschließen hätten, ob ein grundsätzliches Interesse bestünde. Nach einer Kostenermittlung müsse sich der Verbandsgemeinderat ohnehin nochmals mit der Sache beschäftigen und entsprechende Beschlüsse fassen.

 

Der Vorsitzende geht davon aus, dass zumindest Planungskosten entstünden, evtl. auch Kosten für den Bau und die Beschilderung von Radstrecken.

 

Ratsmitglied Eiden interpretiert die Absichtserklärung als ersten, unverbindlichen Schritt.

 

Nach kurzer Diskussion fasst das Gremium folgenden


Abstimmungsergebnis:            einstimmig