Beschluss:

 

Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil richtet einen Appell an den Vorstand und den Verwaltungsrat der Sparkasse Trier und fordert die Einrichtung eines Serviceplatzes in der Ortsgemeinde Züsch.


 

 

Ratsmitglied Roßmann regt an, die Ortsgemeinde Züsch aufgrund der anstehenden Schließung der Sparkassenfiliale zu unterstützen.

 

Ratsmitglied Bernardy informiert, dass unter Mithilfe des 1. Beigeordneten Heck bereits Gespräche mit der Sparkasse Trier und der Volksbank Trier geführt worden seien, um die negativen Auswirkungen der Schließung der Filiale zu begrenzen. Es habe sich gezeigt, dass der Vorstand der Sparkasse der falsche Ansprechpartner sei, um einen Verbleib der Sparkassenfiliale zu erreichen, da dieser betriebswirtschaftlich nicht zu argumentieren sei. Eine Lösung sei aus seiner Sicht nur politisch herbeizuführen. Die Kosten für einen Bankautomaten, der auch privat betrieben werden könne, beliefen sich auf jährlich etwa 25.000 Euro.

 

Der Vorsitzende ergänzt, dass auf Kreisebene schon um die Installation eines Servicepunktes mit Geld- und Überweisungsautomat in der Ortsgemeinde Beuren/Hw. gekämpft werden musste, obwohl Beuren/Hw. ein Grundzentrum mit Apotheke und Einkaufsmöglichkeiten sei.

 

Ratsmitglied Bernardy entgegnet, dass auch die Einwohner der Ortsgemeinde Züsch Bargeld benötigten, um beispielsweise bei „fliegenden Händlern“ einzukaufen oder die örtlichen Gaststätte zu besuchen.

 

Ratsmitglied Gemmel erinnert daran, dass die Sparkasse ein kommunales Unternehmen sei und deshalb nicht ausschließlich rein wirtschaftliche Gründe für die Entscheidung der Sparkasse ausschlaggebend sein dürften. Zudem sehe er durchaus Einsparpotential in anderen Bereichen, wie den Anwalts- und Gerichtskosten.

 

Ratsmitglied Roßmann ist der Auffassung, dass die Sparkasse auch einen Bereich der Daseinsvorsorge abdecke. Zudem werde die Gewehrträgerhaftung durch die Kommunen wahrgenommen. Er stellt fest, dass im Hinblick auf die erwünschte touristische Ausrichtung im Zusammenhang mit der Installation des Nationalparks auch die Möglichkeit geschaffen werden müsse, einen Geldautomaten erreichen zu können.

 

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass der Vorstand der Sparkasse Trier für sich in Anspruch nehme, dass teilweise Zweigstellen über einen langen Zeitraum hinweg unrentabel betrieben worden seien. Die wirtschaftliche Situation der Sparkasse habe sich auch durch veränderte Rahmenbedingungen verändert. Deshalb sei den betriebswirtschaftlichen Argumenten für die Schließung der Filiale Züsch nur schwer zu begegnen.

 

Für Ratsmitglied Heck wurde bei den Bemühungen der falsche Adressat angesprochen. Der Vorstand der Sparkasse sei gesetzlich dazu verpflichtet so zu handeln, wie er es getan habe. Der Verwaltungsrat habe aus den bereit gestellten Informationen die bekannten Schlüsse gezogen. Er sei der Entscheidungsträger. Deshalb sei die Politik gefordert, den notwendigen Einfluss auf den Verwaltungsrat auszuüben.

 

Ratsmitglied Bernardy ergänzt, dass der Vorsitzende des Verwaltungsrates sowie die weiteren Mitglieder gefragt seien, in der Sache gegenzulenken.

 

Abschließend kritisiert Ratsmitglied Spies das Vorgehen der Sparkasse Trier bei Verwendung des Jahresgewinnes. Dies müsse überprüft werden.


Abstimmungsergebnis:            einstimmig