Beschluss: beschlossen

Beschluss:

 

Der Verbandsgemeinderat Hermeskeil erteilt seine Zustimmung zur Auftragsvergabe an die Fa. InnoWIS zur Beschaffung des „“CMS Ionas4“ und des Bürgerportals „rlpDirekt“.


 

Bürgermeister Heck mach deutlich, dass die rasant voranschreitende Digitalisierung auch an der Verwaltung nicht spurlos vorbeigeht. In der nächsten Zeit stehen daher einige Projekte an, zu deren Umsetzung die Kommunen gesetzlich verpflichtet sind. Um den zeitlichen Vorgaben des Gesetzgebers zur Umsetzung der zahlreichen Digitalisierungsmaßnahmen gerecht zu werden, möchte man in der örtlichen Verwaltung schnellstmöglich mit dem ersten Projekt „Beschaffung eines Content Management Systems (CMS) samt Einbindung in das Bürgerportalsystem rlpDirekt“ beginnen.

 

Der Vorsitzende erteilt das Wort mit Verweis auf die Vorlage an Herrn Haubrich von der Verwaltung. Herr Haubrich erläutert, dass die Verbandsgemeinde Hermeskeil nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet ist, alle geeigneten Verwaltungsleistungen bis 31.12.2022 online anzubieten und über den Verbund der Verwaltungsportale von Bund und Ländern zugänglich zu machen. Um den Anforderungen des Gesetzgebers gerecht werden zu können, bedarf es jedoch zunächst der Beschaffung eines CMS, das die gesetzlich geforderte Anbindung an das Bürgerportal, bzw. die notwendigen Schnittstellen bereitstellen kann.

Eine ideale Lösung bietet hier das Angebot der Firma InnoWIS, die das CMS Ionas4 von der Chamaeleon AG in Kombination mit der für rheinland-pfälzische Kommunen konzipierten Lösung rlpDirekt anbietet. Beide Systeme sind bereits in zahlreichen Kommunen in Rheinland-Pfalz im Einsatz und sollen in Zukunft auch in der Verbandsgemeinde Hermeskeil den gesetzlich festgeschriebenen Digitalisierungsauftrag sowie die Erwartungen der Bürger an eine digitale Verwaltung erfüllen.

 

Ratsmitglied Christoph König möchte wissen, welche Auswirkungen die Digitalisierung und die damit einhergehenden Projekte auf die Arbeitsplatzgestaltung der Verbandsgemeindeverwaltung haben werden. Bürgermeister Heck erklärt hierzu, dass zukünftig sowohl in örtlicher, als auch in sachlicher Hinsicht ein Umdenken bzgl. der Gestaltung von Arbeitsplätzen erforderlich sein wird.

 

Auf Nachfrage von Ratsmitglied Peter Schiwek, wie sich die anstehenden Projekte auf die Zugänglichkeit der Verwaltung für ältere Menschen auswirken werden, informiert Büroleiter Haubrich, dass die Verwaltung auch weiterhin Anlaufstelle zur Inanspruchnahme von Verwaltungsleistungen sein wird. Dem Bürger soll mit der Eröffnung des Zugangs zur elektronischen Aufgabenerledigung lediglich die Möglichkeit zur Nutzung eines zusätzlichen Kanals geboten werden, der dem aktuellen Stand der Digitalisierung gerecht wird.


Abstimmungsergebnis:            einstimmig