Beschluss:

 

Der Verbandsgemeinderat stimmt dem Antrag auf Gründung einer Expertengruppe, bestehend aus Vertretern der Verbandsgemeindeverwaltung, der Feuerwehren, des THW und den Fraktionen zu. Ziel dieser Expertengruppe ist die bessere Einbindung des THW in die zukünftige Schadensbekämpfung.


 

a)         Verbesserungsmöglichkeiten bei der Soforthilfe

 

RM Moser (BfB) erläutert in Vertretung von RM Port, dass nach Auskunft einer Familie aus Neuhütten in der Nacht vom 29.05. auf den 30.05.08 aufgrund starker Regenfälle Oberflächenwasser in einer Höhe von ca. einem Meter im Keller ihres Wohnhauses gestanden habe. Obwohl das THW über eine Saugpumpe verfügt, war diese nach Auskunft der Familie nicht im Einsatz, da die Pumpe durch die im Einsatz befindliche Feuerwehr nicht angefordert worden ist. RM Moser bittet um eine dringend notwendige Verbesserung bei der Zusammenarbeit von Feuerwehr und THW. Er stellt den Antrag, eine Expertengruppe, bestehend aus Vertretern der Verbandsgemeindeverwaltung, der Feuerwehren, des THW und den Fraktionen zu gründen. Ziel dieser Expertengruppe ist die bessere Einbindung des THW in die zukünftige Schadensbekämpfung.

 

Der Bürgermeister bittet Herrn Wehrleiter Christoph Borresch, Stellung zu nehmen.

 

Wehrleiter Borresch erklärt, dass es sich bei dem in Rede stehenden Einsatz um einen der ersten Einsätze in dieser Nacht gehandelt hat. Die notwendigen Pumparbeiten konnten durch die mitgeführte Tragkraftpumpe nicht ausgeführt werden. Eine Anforderung des THW über Funk bzw. Telefon war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich. Eine in Hermeskeil vorgehaltene Tauchpumpe musste zunächst dort abgeholt werden, konnte dann aber Abhilfe schaffen. Das Wasser wurde bis auf ca. 2 cm abgepumpt, anschließend die Kellerräume durch die Eigentümer gereinigt.

 

Wehrleiter Borresch stellt anschließend klar, dass eine Alarmierung des THW durch die Feuerwehr sofort erfolgt, falls die Einsatzleitung dies für notwendig erachtet. Dies war hier aber nicht der Fall. Die gute Zusammenarbeit mit dem THW wird durch Wehrleiter Borresch ausdrücklich hervorgehoben.

 

RM Moser weist darauf hin, dass die BfB-Fraktion sowohl vom THW als auch den Hauseigentümer anderslautende Informationen erhalten habe. Der Angelegenheit muss aus seiner Sicht weiter nachgegangen werden. Anschließend bittet RM Moser um Abstimmung über seinen Antrag.


Abstimmungsergebnis:            6 Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen, 4 Enthaltungen

 

Damit ist der Antrag abgelehnt.

 

 

b)         Bauliche Maßnahmen zur Schadensminimierung bei zukünftigen Ereignissen

 

RM Moser weist darauf hin, dass der Entwässerungsgraben oberhalb des Neubaugebietes „Neuland“ seine Funktion in der Nacht vom 29.05. auf den 30.05.08 nicht erfüllt hat.

 

Der Bürgermeister bittet den Gewässerschutzbeauftragten Andreas Schmitt um eine Stellungnahme.

 

Herr Schmitt bestätigt, dass die Entwässerungsmulde in dieser Nacht nicht in der Lage war, das Oberflächenwasser abzuleiten. Deshalb ist geplant, den vorhandenen Hanggraben zu vertiefen und neu zu profilieren. Da sich die oberhalb liegenden Waldflächen im Eigentum des Staatsforstes befinden, werden zur weiteren Verbesserung des Wasserabflusses am Dollberg Gespräche mit dem Eigentümer stattfinden.